Die Ausgangssituation

Unser Kunde, ein weltweit führendes Telekommunikationsunternehmen, erwarb das nationale Geschäft eines Mitbewerbers mittels Carve-out. Erst nach der Akquisition wurde bemerkt, dass die Kosten des akquirierten Geschäfts bedeutend höher waren als ursprünglich angenommen. Insbesondere die an die Verkäuferin für eine Übergangszeit zu zahlenden Lizenzkosten waren signifikant erhöht. Diese Lizenzkosten deckten im Speziellen die weitere Nutzung vorübergehend benötigter Software ab. Unter anderem diese Informationen schienen im Transaktionsprozess nicht vollumfänglich offengelegt worden zu sein. Daher initiierte unser Kunde ein Schiedsverfahren zur gegebenenfalls nachträglichen Kaufpreisreduzierung.  

Unser Lösungsansatz

AlixPartners wurde beauftragt, die Vermutungen der Käuferin zu analysieren und gegebenenfalls den Schaden der Erwerberin zu bestimmen. Unser Team analysierte in Zusammenarbeit mit der Accounting-, Controlling- und M&A-Abteilung der Erwerberin die im Transaktionsprozess vom Verkäufer erhaltenen Finanzdaten sowie die Angaben des Verkäufers zu den umstrittenen Umlagen und Lizenzkosten. Die Ergebnisse unserer Analysen integrierten wir in das seinerzeitige Transaktionsmodell der Erwerberin. 

Ziel war es einerseits, die nicht offengelegten Umlagen aus neutraler Perspektive zu verifizieren und andererseits den geringeren (hypothetischen) Kaufpreis zu ermitteln, den die Erwerberin bei vollständiger Kenntnis aller relevanten Kosten gezahlt hätte. Aus der Differenz dieses hypothetischen Kaufpreises und dem tatsächlich gezahlten Kaufpreis ergab sich der entstandene Schaden.  

Ergebnisse

Auf Basis unserer Analysen konnte unser Kunde (die Erwerberin) den beabsichtigten Vergleich mit der Verkäuferin erzielen. Es kam zu einer anteiligen Rückerstattung des Kaufpreises in Millionenhöhe sowie weiteren wirtschaftlichen Zugeständnissen über die verbleibende Dauer der Zusammenarbeit.

 

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